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19. Okt 2008

Freitag, 17.10.2008

Verfasst von

[Text: Oxana, Silvio]

Heute war endlich tolles Wetter: Sonne und wolkenloser Himmel. Am Morgen filmten wir auf einem Dach, dort blies uns allerdings – trotz des schönen Wetters – ein starker Wind um die Ohren. Und beeindruckt genossen wir die herrliche Aussicht auf die Stadt. Wir waren sehr glücklich auf diesem bombastischen Dach! An diesem Tag besuchten wir, in Gruppen aufgeteilt, die Weiberwirtschaft, Radio „Corax“, die ESG, die evangelische Studierendengemeinde und den Studierendenrat der MLU.

„Die Kreativität der Frauen ist unendlich“ – Wirtschaften mit den Frauen

Im Frauenzentrum ist es sehr gemütlich, hier kann man sich zum Beispiel aus mehr als 3000 Büchern kostenlos eins auswählen, ruhig Kaffe trinken und mit Gleichgesinnten plaudern. Wir erfuhren mehr über Probleme von Frauen (und auch von der Beratung) sowie von der kreativen Tätigkeit der Frauen, die zwischen 17 bis 70 Jahre alt sind. Dabei engagieren sich nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Sie veranstalten zusammen verschiedene Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen und genießen zusammen diese Stunden. Dabei gehen sie immer mit viel Humor und Lust an die Sache. Dank dieser Veranstaltungen lernt man, etwas zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und man findet neue Freunde. In der Weiberwirtschaft arbeiten Profis (Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen usw.), die den Frauen, die Gewalt- oder Trennungserfahrungen erlebt haben, in eine Arbeitsisolation geraten sind oder Elternprobleme haben, rund um die Uhr qualifizierte Hilfe bereitstellen. Hier spricht man ohne Scham über sexuelle Fragen, sowie über „sexuelle Orientierungen und die Vielfalt der Lebenswelten“ – wie auf einem Informationszettel im Zentrum zu lesen ist.

Sucht man nach Selbstverwirklichung? Möchte man den Alltag vielfältiger gestalten? Ist man einsam? Dann kann man das Zentrum besuchen. Die „Kreativität der Frauen ist unendlich“, so Victoria – eine der Leiterinnen des Zentrums.

Projektpräsentation bei Radio Corax

[Text: Natascha Gerassimova]

Ein Kuriosum in den Redaktionsräumen von Corax

Nach einer ausgiebigen Mittagspause besuchten wir Radio Corax, das freie und nichtkommerzielle Lokalradio aus Halle. Dort trafen wir den Moderator Udo Israel und den Chefredakteur Ralf Wendt. Sie waren sehr freundlich und nett, was uns sehr gut gefallen hat. Schnell haben wir einen Zugang zueinander gefunden und kamen ins Gespräch.
Zuerst wurden wir live interviewt. Udo hat uns verschiedene Fragen gestellt, wie zum Beispiel:

  • Woher kommt ihr?
  • Was für ein Ziel habt ihr?
  • Was habt ihr in Halle schon besucht?
  • Gibt es irgendwelche Unterschiede zwischen dem Studium in Archangelsk und in Halle oder Unterschiede zwischen russischen und deutschen sozialen Einrichtungen?

Aber es ging nicht nur um unsere Eindrücke von Halle – wir sprachen auch über unsere Projektarbeit und dann ein bisschen über die Kultur und die Menschen in beiden Ländern. Am Ende des Gesprächs wollte Udo uns eine kleine Freude machen und nur für uns ein russisches Lied spielen. Allerdings machte in diesem Moment die Technik nicht mit und wir konnten dieses Lied nicht hören. Schlimm fanden wird das aber nicht. Abschließend hat uns Udo gefragt, welchen Eindruck wir von Halle und der Universität haben. Unsere Meinungen waren alle ähnlich:

  • Halle ist eine sehr schöne und alte Stadt mit einer wunderbaren Architektur.
  • Die Menschen sind nett und freundlich.
  • Alles ist super und gefällt uns sehr.
  • Wir freuen uns, hier in Halle zusammen mit den deutschen Studierenden an dem Projekt zu arbeiten

Das gesamte Interview könnt ihr euch hier anhören: www.freie-radios.net

Dann waren wir dran, eigene Fragen zu stellen. Wir interviewten den Chefredakteur Ralf Wendt. Wir stellten verschiedene Fragen an ihn und er hat uns sehr interessante Antworten gegeben. Er erzählte über die Arbeitskonzeption von Radio Corax und an welches Publikum es sich richtet. Ralf Wendt sagte auch, dass sie versuchen, Radio Corax auch überregional bekannter zu machen.

Interview mit Ralf Wendt

Der Besuch bei Radio Corax hat uns viel Spaß gemacht und war sehr faszinierend

ESG (Evangelische Studierendengemeinde)

[Text: Oxana]

Die Kunst zu warten

Unsere Gruppe, die aus drei Mädels aus der Filmgruppe und vier aus der Bloggruppe bestand, hatte vor, die Evangelische Studierendengemeinde zu besuchen, um ein Interview mit dem Studierendenpfarrer zu führen. Rechtzeitig fanden wir uns in der ESG ein, allerdings öffnete niemand die Tür.

Dennoch war unser Besuch nicht umsonst. Viele interessante Sachen passierten während unserer Wartezeit. Zum Beispiel beobachteten wir einen Mann, der auf der anderen Straßenseite die Steine vor seinem Tor mit einer Gießkanne goss. Was meinen sie, wozu hat er das getan? Ich nehme an, dass er bloß den Sand aus den Steinen im Eingang wegmachen wollte. Ganz nebenbei haben wir auch noch ein schönes Bild beobachtet, das wir gleich gefilmt haben. Gelbe, sonnige Ahornblätter tanzten im Wind. Als wir diesen Abschnitt in der Kamera sahen, da kam es uns vor, als ob die Blätter tanzen und lachen (in Wirklichkeit aber haben wir herzlich gelacht).

Trotz unserer Ausdauer, warteten wir vergeblich auf den Studierendenpfarrer. Erst am Samstag haben wir erfahren, dass er einfach unser Klingeln nicht gehört hat. Wir hofften zwar, dass er es am Samstag zu unserm Kulturabend schafft, aber leider war ihm das nicht möglich.

Blitzlichtrunde im Trifftpunkt

[Text: Anja Kopeykina]

Am Abend haben wir wieder was Neues und Ungewöhnliches erlebt: Zwischenbilanz und Filmparty in einem uralten Haus an der Triftstraße, im Wächterhaus Trifft.Punkt e.V. Dieses Haus wird in Eigenverantwortung von Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen genutzt und damit vor dem Verfall bewahrt. Die Studierenden haben dort die Möglichkeit, unabhängig von der Universitätsverwaltung, eigene Projekte und Verantstaltungen zu realisieren.

Zuerst waren wir schockiert: untapezierte Wände, fast keine Möbel, aber die freundliche Atmosphäre und Spiele, die unsere deutsche Freunde uns vorgeschlagen hatten, wirkten wunderbar: bombastische Stimmung und viele lachende Gesichter waren mit uns.
Die deutsche Seite hat uns mit dem Kurzfilm über ihren Aufenthalt in Archangelsk im vorigen Jahr überrascht. Es wurde auch der Film „Polly blue eyes“ gezeigt, dessen Handlung sich in Halle entwickelt. Es war sehr spannend schon bekannte Plätze im Film zu erkennen.
Außerdem haben wir eine ganze Menge von Pizzas gegessen.

André mit Pizza!!!

Über Maria Wagner

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