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1. Feb 2011

Erste Eindrücke

Verfasst von

Es war irgendwie wie ein Sprung ins kalte Wasser. Ein Sprung ins kalte Wasser, den ich jederzeit wieder machen würde. Eine spontane Entscheidung, angeregt durch Dorins enthusiastische Erzählung über das MediAH-Projekt . Als ich das erste Mal beim gemeinsamen Treffen erschien, hatte ich sofort das Gefühl, direkt dabei zu sein und dass meine Stimme genauso viel zu sagen hat, wie die der anderen. Ich war beeindruckt von der gegenseitigen Rücksichtnahme, Akzeptanz, der demokratischen Struktur. Alles kam mir unheimlich gut organisiert vor und dennoch blieb immer auch die Offenheit für Veränderungsvorschläge spürbar. Mir war die Größe dieses Projekts schon vorher klar, nicht jedoch, dass es von grob gesagt zwei Handvoll Studierenden fast allein getragen und gemanagt wurde.

Das war ca. 2 Monate, bevor die russischen Studierenden aus Archangelsk in Halle eintrafen, um mit uns gemeinsam einen Workshop durchzuführen. Dieses Mal standen drei Fragen im Mittelpunkt der Workshopwoche: Wie sehen die Zukunftspläne von MediAH aus? Wie steht es um die Kommunikation und wie können wir sie eventuell verbessern? Wie sieht die Struktur des Projektes im Idealfall aus und wie in Realität?

Mit viel Arbeit war alles irgendwann geplant & organisiert. Und los ging’s. Schon am ersten Tag habe ich gemerkt, dass es genau das war, was ich gesucht hatte: Mit Menschen „irgendwie“ kommunizieren, obwohl es sprachliche Unterschiede gibt, sich über kulturell spezifische „Eigenheiten“ austauschen, bestimmte Dinge „aus erster Hand erfahren“ und natürlich gemeinsam an einem Projekt arbeiten, etwas zusammen kreieren und auf die Beine stellen. Das tollste sind immer Hindernisse, die man überwinden muss. So z.B. die sprachlichen Barrieren. Es ging kunterbunt zu-mal auf Englisch, mal auf Deutsch, mal auf Russisch. Da nicht jeder alle drei Sprachen beherrschte, waren wir automatisch dazu veranlasst ständig „hin- und her zu switchen“. Es machte unheimlich Spaß und war daher nicht nur eine Bereicherung im Sinne von „Train your Brain“.

Obwohl ich nicht durchgängig am Workshop teilnehmen konnte, ging ich am Ende der Woche dennoch mit einem großen Sack voller neuer Vokabeln und neuer Erkenntnisse sowohl beispielsweise über die russische Esskultur als auch über mich selbst nach Hause. Und in dem Gefühl, irgendwie ein klein wenig die Welt verbessert zu haben.

Über Marie Gräbner

  • -seit 2008 Studentin an der MLU Halle-Wittenberg -Studiengänge: BLIK / Erziehungswissenschaft BA (2008-2011) BLIK / Deutsch als Fremdsprache MA (seit 2011)
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