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6. Mai 2011

Malye Karely und Babonegowo

Verfasst von

05. Mai 2011: Bergfest! – 5 Tage sind wir nun schon in Archangelsk, 3 Tage werden wir noch hier sein dürfen, dann geht es auf die lange Reise zurück nach Hause. Zur Feier dieses Anlasses beschloss die russische Gruppe uns ihre Heimat näher zu bringen. Morgens 9.30 Uhr trafen wir uns am Hauptgebäude der Uni, um von dort mit einem eigens für uns zur Verfügung gestellten Bus nach Malye Karely zu fahren.

Eine Kirche, Foto: Franziska Samos

Malye Karely ist das größte Freilichtmuseum Nordrusslands, idyllisch am Ufer der Dwina ca. 25 Kilometer südöstlich von Archangelsk gelegen. Es umfasst 104 vollständig aus Holz erbaute Bauernhäuser, Verwaltungsgebäude, Kirchen, Brunnen und Windmühlen. Neben der architektonischen Schönheit beeindruckte mich vor allem die dahinter stehende Geschichte. Die Gebäude wurden nämlich nicht einfach nach alten Plänen nachgebaut, sondern sind original. Man hat sie an den ursprünglichen Standorten zerlegt und dann aus denselben Materialen wieder errichtet.

Die Gruppe in Malye Karely, Foto: Fransiska Samos

Nach diesem Kulturtripp ging es in das Ferienlager Babanegowo. Dort haben wir gegrillt, erzählt, gesungen, ein paar Spiele gespielt und vor allem die sich endlich wieder zeigende Sonne genossen.

Die Tage vergehen hier wie im Flug. Bei einer kurzen Zwischenevaluation sollte jeder seinen persönlichen Höhepunkt der Woche benennen. Ich konnte es nicht. Nicht, weil ich keinen erlebt habe, sondern weil es mir unglaublich schwer gefallen ist, mich an alles zu erinnern. Jeder Tag ist vollgestopft mit unterschiedlichen Erlebnissen.

Grillen in Bobonegowo; Foto: Franziska Samos

Von früh bis abends haben wir immer etwas anderes zu tun; sei es die Arbeit in den einzelnen Gruppen, die gemeinsamen Ausflüge (wir hatten u.a. auch die Ehre eine Wodka Destille zu besichtigen – allerdings ohne Verkostung) oder die gemeinsame Abendgestaltung. Gestern haben wir für einen deutsch-russischen Kulturabend fleißig gekocht, heute Abend steht ein Besuch des Kinoclubs an… Wenn ich spät in der Nacht ins Bett falle, schlafe ich sofort ein und am nächsten Morgen beginnt ein neuer aufregender Tag.

Über Katharina Deparade

  • Student/in
  • Ich bin Studentin an der MLU in Politik- und Erziehungswissenschaft BA 90/90. Ich bin das erste Mal bei MediAH dabei, um ein paar praktische Erfahrungen im Bereich Medien zu sammeln. Und nein, ich spreche kein russisch, nicht einmal ansatzweise, aber das konnte mich nicht davon abhalten einmal dieses Land zu bereisen. 24 Stunden in der russischen Eisenbahn zu verbringen, einmal die immer hoch gelobte Gastfreundlichkeit selbst zu erleben, die unendliche Weite wenigstens zu erahnen. Wer würde da schon nein sagen? Ich konnte es nicht, habe die Chance genutzt und es nicht bereut.
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