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7. Okt 2009

Dialog statt Monolog: von Literatur bis Gesellschaft

Verfasst von

[Text: Linn und Andre]

Nach dem schoenen Ankomm-Wochenende, dem Kennenlernen, der Stadtfuehrung und dem gelungenen Wochenendausklang bei DaLis Musik, starteten wir am Montag motiviert und mit vorbereiteten Vortraegen in die Woche.

Die Themen dieser Vortraege waren ziemlich unterschiedlich und reichten von literaturspezifischen Diskussionen bis zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Natuerlich war das Ziel der deutschen Refererienden, Inhalte zu vermitteln, gleichzeitig sollte aber auch ein Austausch stattfinden und vor allem eine lockere Arbeits- und Diskussionsatmosphaere entstehen. Bereits bei den letzten MediaH-Workshopwochen war aufgefallen, dass die deutschen und russischen Arbeits- und Lehrweisen sich unterscheiden und so sollte die Vortragszeit auch den interaktiven Austausch foerdern. Die Referierenden wollten keine Vorlesung halten, sondern durch interessanten Input mit den russischen Studierenden aller Studienjahre ins Gespräch kommen.

Die Studierenden probierten sich in alternativen Lernmethoden wie der Gruppenarbeit (Foto: Nikolaus Weihe)

Und dies war gar nicht so einfach. Denn die russischen Studierenden kamen mit ganz anderen Erwartungen. Für sie war es eine Unterrichtseinheit. Die Unterrichtseinheiten in russischen Universitäten haben oft keinen Seminarcharakter, sondern gleichen eher dem, was Deutsche unter einer Vorlesung verstehen. Dementsprechend schwer fällt es den russischen Studierenden, sich auf den oben genannten Dialog einzulassen. Aber nach einigen Anfangsschwierigkeiten hat das Interesse am Thema so einige Beiträge aus den russischen Studierenden herausgekitzelt. So entstanden kontroverse Diskussionen, die für beide Seiten sehr fruchtbar waren. Und die unkonventionellen Deutschstunden wurden in der Verabschiedung nochmal besonders gelobt. „Wann kommt ihr wieder? Es macht soviel Spaß mit euch Deutsch zu lernen.“ hat eine Studentin zum Abschied gesagt. Spätestens in zwei Jahren. Sagen wir. Spätestens!

Klatschkreis, Schreikreis, Schreibmaschine

[Text: Tanja]

Wir studieren kein Schauspiel, nur Fremdsprachen. Aber am Montag Abend verwandelten wir uns in echte Schauspielerinnen. Durch unsere Gäste aus Halle, Diana, Linn und Nadja, lernten wir echtes Improvisationstheater kennen. Und das war krass, aber nicht so einfach. Eine schämte sich, eine verstand gar nichts, aber wir schafften das! Besonders interessant war, dass einige kein deutsch verstanden (im Schauspielkreis wie im Publikum), einige kein englisch, und die meisten – kein russisch. Aber das störte gar nicht, es machte nur Spaß…

Linn und Ksusha improvisieren (Foto: André)

Und was ist das eigentlich, das Improtheater? Das ist eine Theaterform, wo alle auch ungeübt zum Schauspieler werden können. Jeder, der genug kreativ und aktiv ist. Das Thema wird spontan bestimmt, ebenso die Abläufe: Es wird alles improvisiert und alles wird selbstständig ausgedacht. So auch bei uns, bis zum Schluss sogar das Publikum mit einstieg. Ein gelungener Abend!

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